Das Phantombild des Tatverdächtigen

Die Polizei fahndet mit einem Phantombild nach dem Täter.

Mehrere Zeugen haben in Frankfurt und angrenzenden Main-Taunus-Gemeinden einen Mann
mit Zopf und Oberlippenverletzung (Narbe oder Hasenscharte) gesehen.
Die folgenden Angaben stammen aus der Fahndung des Bundeskriminalamts:

Die gesuchte Person wird wie folgt beschrieben:

• ca. 175 cm groß

• Um 1998 ca. 20 bis 30 Jahre alt (heute zwischen ca. 40 und 60 Jahre alt)

• ungepflegte Gesamterscheinung

• blasses Gesicht

• schlanke – sogar als hager bezeichnete – Gestalt

• Narbe im Bereich der Oberlippe, möglicherweise
„Hasenscharte“(Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte)


• Dunkelblonde, fettige, längere Haare, die als Zopf bzw. Pferdeschwanz
getragen werden bzw. wurden


Das Phantombild des Tatverdächtigen
Das Phantombild des mutmaßlichen Täters. So oder so ähnlich könnte Tristans Mörder 1998 ausgesehen haben.
(© PP Frankfurt)

• Tristan wurde am Liederbachtunnel ermordet. Der Täter könnte daher (teilweise) eine durchnässte Hose und Schuhe und/oder blutbefleckte Kleidung gehabt haben.

• Die beschriebene Person könnte sich im Tatzeitraum (Frühjahr 1998) in den Frankfurter Stadtteilen Unterliederbach, Zeilsheim und Höchst, insbesondere am Bahnhof Höchst sowie in den benachbarten Main-Taunus-Orten (zum Beispiel in Niedernhausen, wo Tristans Rucksack gefunden wurde) aufgehalten haben, auch ohne dort gewohnt zu haben.

• Es ist nicht auszuschließen, dass der Täter heute nicht mehr in der unmittelbaren Tatregion wohnt.
Er könnte z.B. aus beruflichen Gründen verzogen sein.
Beispielfoto eines Kindes mit Hasenscharte
Beispielfoto eines Kindes mit "Hasenscharte".
(© JorgeCachoh / Adobe Stock)

Die Kriminalpolizei erbittet Hinweise:

1. Wer hat am Tattag Beobachtungen gemacht und sich der Polizei noch nicht oder nicht vollständig mitgeteilt?

2. Wer kannte Personen aus Tristans Umfeld, insbesondere ältere Personen, zu denen Tristan in den Wochen vor seinem Tod Kontakt hatte?

3. Haben Sie eine bestimmte Person als Täter in Verdacht? Auffällig könnte zum Beispiel sein, daß jemand sein Verhalten geändert, sich verdächtig geäußert oder ohne erkennbaren Grund sein gewohntes Lebensumfeld verlassen hat (Flucht).

4. Ein Abschnitt der Tat fand vermutlich im Liederbach statt. Hose und Schuhe des Täters könnten daher zumindest teilweise durchnässt worden sein. Wem ist am Tattag eine Person mit durchnässter und/oder blutbefleckter Kleidung aufgefallen?
Hinweise an die Mordkommission Frankfurt:

Tel. +49 (0) 69 – 755 51108 (Bürozeiten)
Tel. +49 (0) 69 – 755 53111 (Kriminaldauerdienst)

oder jede andere Polizeidienststelle.

Für Hinweise, die Ergreifung des Täters führen, hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt eine Belohnung in Höhe von 15.000 Euro ausgesetzt. Eine weitere Belohnung von 5.000 Euro wurde von einer Privatperson ausgelobt.

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Profil des mutmaßlichen Täters

Wichtige Anmerkung vorab: Da der Täter bis heute nicht ermittelt werden konnte, bewegen sich sämtliche Annahmen und Aussagen zu dessen Persönlichkeit, psychologischem Profil und Tatmotiv im Bereich der Spekulation. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass es auch bei den folgenden Angaben nur um Wahrscheinlichkeiten nach bisherigem polizeilichem Ermittlungsstand und nicht um erwiesene Tatsachen handelt.
Die Ermittler gehen davon aus, dass der Täter Tristan schnell töten wollte, um seine Fantasien umzusetzen und an die Leichenteile zu gelangen. Hinter den Verstümmelungen des Leichnams vermuten die Ermittler ein Sexualmotiv im kannibalistischen Bereich und damit einhergehend einen Täter mit hochgradig gestörter Sexualität.

Die Systematik der Vorgehensweise bei der Verstümmelung der Leiche beinhaltet Merkmale des Schächtens und Schlachtens. Der Verdacht, es könnte sich beim Täter (wie anfangs angenommen) um eine Person aus einem anderen Kulturkreis handelt, hat sich bislang nicht erhärtet. Bezüglich des Tatverdächtigen auf dem Phantombild sprechen Zeugen von einem Mann, der akzentfrei hochdeutsch gesprochen habe. Die Polizei geht außerdem davon aus, dass sich der Täter in der Umgebung rund um den Tatort, am Tunnel und in der Gegend rund um den Bahnhof Höchst gut ausgekannt haben muss und vielleicht in der Nähe gearbeitet oder gewohnt hat.

Die mit einem Messer getätigten Schnitte an Tristans Leichnam werden von Experten als „professionell“ eingestuft und deuten auf einen Täter hin, der über entsprechende Kenntnisse („metzgern“, Tierschlachtung oder Ähnliches), auch aus dem anatomischen Bereich, verfügt haben muss. Es könnte sich zum Beispiel um einen Täter aus einem entsprechenden handwerklichen oder medizinischen Berufsfeld handeln. Dies kann, muss aber nicht der Fall sein.

Der auf dem Phantombild dargestellte Tatverdächtige hat auf viele, die das Phantombild betrachten, eine „unheimliche“ bzw. „monsterhafte“ Wirkung. Die Ermittler gehen jedoch von einem Täter aus, der normal wirkt, in seinem alltäglichen Umfeld nicht auffällt und zurückgezogen leben könnte.

Ob es sich beim Täter um jemanden mit aggressivem Gemüt, um einen Drogen- oder Alkoholabhängigen, einen Dealer, einen Mann mit pädosexuellen Neigungen oder um jemanden, der vor oder nach dem Mord durch andere Gewaltdelikte, Grabschändungen oder Tierquälerei aufgefallen ist, bleibt Spekulation und ist nicht erwiesen. Auch hier gilt: Einer oder mehrere dieser Punkte können zutreffen, müssen aber nicht.

Sichtungen des „Zopfmanns“ (Auswahl)

Es gibt mehrere Zeugen, die einen Mann gesehen haben wollen, der dem Phantombild ähnlich sah:
Am Tattag, den 26.3.1998, gegen ca. 15:50 Uhr, Höchst (Frankfurt):

Eine Zeugin sieht einen Mann mit Mütze und Zopf in der Nähe des Tatorts (Umgebung rund um den Südausgang des Tunnels) aus dem Gebüsch kommen.
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Wenige Tage vor dem Tattag am 26.3.1998, Unterliederbach (Frankfurt):

Eine Zeugin sagt aus, Tristan in Begleitung eines Mannes mit Zopf gesehen zu haben. Beide liefen von der Gotenstraße kommend in den Schneidmühlenweg und bogen am Ende des Schneidmühlenwegs nach links (auf die Königsteiner Straße) ab. Den Mann habe die Zeugin zuvor schon mehrfach im Stadtteil Engelsruhe / Frankfurt gesehen.
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Im Jahr 2000, zwei Jahre nach der Tat, Höchst (Frankfurt):

Ein Zeuge behauptet, einen Mann, der dem Phantombild ähnlich sah, am Nordeingang des Liederbachtunnels gesehen zu haben.
Ende 1997, Hofheim am Taunus:

Ein Mann, der dem Phantombild ähnlich sieht, wird von Kindern des Vincenzhaus Hofheim (ca. 10 km vom Tatort entfernt) gesehen. Der Mann beobachtet die Kinder auf dem Heimgelände spielend durch einen Zaun. Der Mann soll mehrere Jungen in Geschäfte eingeladen haben, um ihnen Süßigkeiten und Spielzeug zu kaufen.
Vincenzhaus:
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Geschäfte in Hofheim:
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Etwa eine Woche nach der Tat, Höchst (Frankfurt):

Ein Mann, der dem Phantombild ähnlich sieht, taucht in einer Anwaltskanzlei auf und behauptet, er sei gerade aus dem Knast entlassen worden, habe schon wieder Mist gebaut und brauche Hilfe. Der Mann wird von einer Anwaltsgehilfin zu einer Anwaltskanzlei für Strafrecht geschickt, taucht dort aber nie auf.
Vor 1998, Hausen (Frankfurt):

Ein Mann, der dem Phantombild sehr ähnlich sah und ein Messer bei sich trug, hat Kinder auf einem Spielplatz angesprochen.
Orte wo der Zopfmann gesehen wurde
Unter anderem in diesen Orten wurde von unterschiedlichen Zeugen ein Mann gesichtet,
der dem Phantombild ähnlich sah.
(© OpenStreetMap-Mitwirkende / Lizenz: ODbL, Hinweis: www.openstreetmap.org/copyright)